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Fragen rund ums Stillen

StillenHaben gestillte Babys Durst?
Untersuchungen zeigten, dass Babys weniger Milch tranken, wenn sie zusätzlich Flüssigkeit bekamen. Die voll gestillten Babys tranken auch ohne Tee insgesamt am meisten. Also: Wer voll stillt, sollte die Teeflasche weglassen. Dies gilt auch bei sehr heißem Wetter, dann allerdings das Baby öfter anlegen.

Was tun bei Brustentzündung?
Eine Brustentzündung kündigt sich durch Rötung und Verhärtung der Brust sowie leichtes Fieber an. Wenn Sie rechtzeitig reagieren, können sie meist eine schlimme Entzündung vermeiden:

  • Ist die Brust prall und wird hart, so oft wie möglich das Kind anlegen. Manchmal hilft es, zuvor etwas Milch auszustreichen (oder auszudrücken), damit das Baby die Warzen besser fassen kann.
  • Kalte Umschläge werden meist als sehr angenehm empfunden und setzen die Entzündungsgefahr herab.
  • Wenn Sie um eine medikamentöse Therapie nicht herumkommen, wird Ihnen Ihr Arzt Antibiotika verschreiben, die mit dem Stillen vereinbar sind.

Kann ein Brustkind zu dick werden?
Tatsächlich wird ein Baby, das nach Bedarf gestillt wird, kaum Übergewicht entwickeln, dies wurde in einigen Studien auch wissenschaftlich nachgewiesen.

Welche Getränke eignen sich am besten als „Stillgetränke“?
Mineralwasser mit wenig Kohlensäure oder Stilles Wasser sind die geeigneten Durstlöscher. Fenchel-, Anis- und Kümmeltee, Rooibusch-Tee, Orangen- und Apfelsaft mit Wasser verdünnt, Milchbildungstee, Hagebutten- und Früchtetees — aber Vorsicht, sie sind Vitamin-C-haltig und können Babys Po wund machen eignen sich als Getränk (vorzugsweise ohne Zucker) während der Stillzeit.

Fragen rund ums StillenKann ich meine Zwillinge voll stillen und satt bekommen?
Zwei Baby zu stillen ist sicher anstrengend, aber es funktioniert trotzdem. Auch hier richtet sich das Angebot nach der Nachfrage, denn der doppelte „Saugreiz“ bringt die Milch stärker zum Fließen. Und man kann sie sogar gleichzeitig trinken lassen- das ist weniger aufwändig, als zehnmal am Tag Fläschchen für beide Babys zu machen.

Schützt Stillen vor einer neuen Schwangerschaft?
Die Antwort lautet ja und nein. Die Stillintensität und -frequenz spielen dabei die Hauptrolle. Bei voll stillenden Frauen, die noch keine Blutung nach der Geburt hatten, ist mit einer Schwangerschaftswahrscheinlichkeit unter zwei Prozent innerhalb der ersten sechs Monate nach der Geburt zu rechnen. Eine Frau, die nicht stillt, kann sechs bis acht Wochen nach der Geburt wieder schwanger werden.

Beim Aufstoßen spuckt mein Baby die Milch wieder aus - war das ganze Stillen jetzt umsonst?
Viele Babys sind Spucker. Besonders lebhafte, hastig und gierig trinende Säuglinge neigen dazu. Meistens sieht aber die ausgespuckte Milchmenge nach viel mehr aus, als es tatsächlich ist. Solange das Kind weiterhin einen lebhaften Eindruck macht und sich gut entwickelt, brauchen sich die Eltern keine Sorgen zu machen. Oft ist zu viel mitgeschluckte Luft schuld am Spucken. Häufige Pausen während des Tillens erleichtern dem Kind das Bäuerchen. Achten Sie darauf, dass das Baby wenig Luft schluckt. Auch ein zartes Ausstreichen der mütterlichen Brüste vor dem Stillen ist sinnvoll, damit der vom Milchflussreflex erzeugte Strahl nicht zu stark ist.

Darf ich stillen, wenn ich krank bin?
Solange Sie keine Medikamente einnehmen, die dem Baby schaden, und Sie sich nicht zu erschöpft fühlen, dürfen Sie stillen. Ihr Arzt kann Ihnen spezielle Antibiotika für stillende Mütter verschreiben.

Tipps gegen wunde Brustwarzen
In den ersten Wochen muss sich die Brust erst an das Saugen gewöhnen. Mit folgenden Maßnahmen können Sie ein Wundwerden verhindern: Achten Sie von Anfang an auf eine gute Anlegetechnik und eine korrekte Stillposition.

  • Achten Sie von Anfang an auf eine gute Anlegetechnik und eine korrekte Stillposition.
  • Lassen Sie nach jedem Stillen die Muttermilch auf den Warzen trocknen.
  • Eine gute Lanolinsalbe unterstützt die Heilung. Sie brauchen die Salbe vor dem nächsten Stillen nicht zu entfernen.
  • Auch Sonne heilt.
  • Bei Flach- und Hohlwarzen, aber auch bei wunden Warzen, helfen manchmal Stillhütchen; fragen Sie die Hebamme danach.

Wissenswertes rund ums Stillen

Baby an der MutterbrustStillen senkt Risiko für spätere Diabetes-Erkrankung
Die Forscher von der Harvard-Universität in Boston hatten in einer aktuellen Studie die Daten von über150.000 Frauen ausgewertet. Sie kommen zu dem Ergebnis, dass Frauen für jedes Jahr, das sie stillten, ihr Risiko für eine Zuckerkrankheit vom Typ II um etwa 15 Prozent verringern. Einen ähnlichen Zusammenhang hatten bereits frühere Studien aufgezeigt. Stillende Mütter können demnach Kohlenhydrate (Glukose) besser verarbeiten als nicht-stillende Mütter. Glukose kann nur mit Hilfe von Insulin in die Körperzellen eingeschleust werden. Bei stillenden Müttern scheint die Empfindlichkeit gegenüber Insulin verbessert zu sein. Dies wirke sich ebenfalls positiv auf das spätere Diabetesrisiko aus.
Quelle: www.holle.ch

Nicht nur Hunger lässt Babys nach der Brust verlangen
Neugeborene Babys, die immer wieder energisch nach Mutters Brust verlangen, tun das oft nicht nur lächelndes Babydes Hungers wegen. Viele Säuglinge sind aufgewühlt von der Geburt und den ganzen neuen Eindrücken. Das Saugen tröstet und beruhigt sie. Die Sorge vieler junger Mütter, sie könnten nicht genug Milch für ihr Baby haben, sei jedenfalls in den allermeisten Fällen unbegründet. Die Milch der ersten Tage ist so kalorienreich, dass das Kind nur relativ kleine Mengen benötigt. Danach regelt dann die Nachfrage das Angebot: Das heißt: Je öfter die Mutter das Kind anlegt, desto mehr Milch wird gebildet. Satt wird das Kleine also so gut wie immer. Bleiben der Mutter trotzdem Zweifel, können diese im Gespräch mit einer Hebamme oder Stillberaterin oft ausgeräumt werden.
Quelle: www.paradisi.de

 
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