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Die ersten Lebenswochen

Herzlich willkommen bei „MIO“ — Ordination für Kindermedizin. „MIO“ begleitet Kinder von Geburt an bis zum Erwachsenalter.

Ordinationszentrum Döbling.

Oberärztinnen an der Medizinischen Universität Wien, Universitätsklinik für Kinder- und Jugendheilkunde, Neugeborenen Intensivstation und Neugeborenenstation

Ernährung

Am besten für Ihr Kind ist Stillen bis zum 5.-7. Lebensmonat und danach Einführung von Beikost. Ist Stillen nicht möglich, dann verwenden Sie eine Säuglingsanfangsnahrung mit „Pre“ oder „1“. Für nicht gestillte allergiegefährdete Säuglinge werden HA-Nahrungen bis zur Einführung der Beikost empfohlen.

Fieber

Hat Ihr Kind erhöhte Temperatur, so messen Sie mit einem Thermometer nach. Liegt die rektale Temperatur bei >38,5°C, können Sie ein fiebersenkendes Zäpfchen verabreichen. Bitte informieren Sie Ihren Kinderarzt.

Neugeborenengelbsucht

60 % der Kinder entwickeln eine Neugeborenengelbsucht. In der Regel ist der Höhepunkt am 5. BabyLebenstag erreicht und ist harmlos. Bei einem stark erhöhten Gelbsuchtwert erfolgt eine Behandlung mittels Lichttherapie (Phototherapie).

Neugeborenenausschlag

Ist harmlos und verschwindet in der Regel innerhalb von 2-3 Monaten. Die Hälfte der Neugeborenen haben kleine talggefüllte Punkte im Gesicht (Milien), diese bilden sich von selbst zurück.

Stuhl und Harn

Ein Neugeborenes hat 4-6 nasse Windeln am Tag. In den ersten 48 Stunden muss der erste Stuhl abgesetzt werden, dieser ist schwarz und zäh. Nach 3 Tagen werden die Stühle braun-grün und zuletzt gelb. Gestillte Kinder haben eine sehr unterschiedliche Frequenz an Stühlen, meist zwischen 1 und 3 x am Tag.

Blähungen / Koliken

Sind Luftansammlungen im Bauch ihres Säuglings, welche durch vermehrtes Luftschlucken z.B. beim Trinken oder Schreien entstehen. Sie beginnen in der 2. Lebenswoche und können 3 Monate andauern. Solange Ihr Baby gut gedeiht, brauchen Sie sich keine Sorgen machen.

Wie oft soll ich zum Kinderarzt gehen?

Die erste Untersuchung beim Kinderfacharzt ist 1 Woche nach Entlassung aus dem Krankenhaus empfohlen. Ihr Kinderarzt wird Sie gerne beraten, die richtige „Hausapotheke“ für ihr Baby zusammenzustellen z.B. fiebersenkendes Zäpfchen, Fieberthermometer, etc. Die erste empfohlene Impfung ist in der 7. Lebenswoche geplant und dient der Vorsorge gegen Brechdurchfall durch Rotaviren. Den weiteren Impfplan besprechen Sie dann mit Ihrem Kinderarzt. In der Regel wird ein Säugling 1 mal pro Monat vom Kinderarzt untersucht.

Zusätzliche Vitamine

1) Vitamin K: 2 Tropfen am 1., 3.-5. Lebenstag und in der 4. Lebenswoche vermindert das Risiko einer Blutung

2) Vitamin D: 2 Tropfen Oleovit D3 im1. Lebensjahr für ein optimales Knochenwachstum

Nabelschnurrest

Der Nabelschurrest fällt innerhalb von 2 Wochen selbst ab. Bei feuchten Nabel ist die Reinigung mit Schwarzteeextrakt oder Grünteeextraktmöglich.

Welche Untersuchungen sind empfohlen ?

1) Neugeborenenscreening (PKU-Kärtchen): Damit können 29 angeborene Erkrankungen untersucht werden. In Österreich wird bei jedem Neugeborenen diese Blutabnahme durchgeführt und soll am 3. Lebenstag erfolgen.

2) Nieren-Ultraschall: 3-4%der Kinder haben eine angeborenen Veränderung der Nieren und/oder ableitenden Harnwege. Eine frühzeitige Erkennung ist für den Therapieerfolg maßgebend.

3) OAE (Otoakustische Emission): Dabei handelt es sich um eine Hörprüfung.

4) Hüft-US: Ist in der Familie ein Hüftleiden bekannt oder Ihr Kind wurde mittels Beckenendlage oder Steißlage geboren, dann ist in der 1. Lebenswoche ein Hüft-Ultraschall erforderlich. Die Früherkennung ist wichtig für eine optimale Behandlung.

5) Toxoplasmoseuntersuchung zur Geburt: Ist bei der Mutter-Kind-Pass-Untersuchung in der Schwangerschaft die Toxoplasmose-Untersuchung negativ, so ist eine Abschlusskontrolle zur Geburt notwendig.

6) Blutgruppenbestimmung: Die routinemäßige Blutgruppenbestimmung in den ersten Lebensmonaten ist nicht empfohlen. Die Ausnahme besteht bei mütterlicher Blutgruppe O und/oder Rhesus negativ, denn in diesen Fällen kann es zu einer Blutgruppenunverträglichkeit zwischen Mutter und Kind kommen, die mit einem schweren Verlauf der Gelbsucht einhergehen kann.

MIO LogoBei weiteren Fragen steht Ihnen „MIO“ gerne zur Verfügung.

Ordinationszentrum Döbling

Heiligenstädterstraße 46-48

1190Wien

E-Mail: mio@pkd.at

 
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