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Spiele, damit du ernst sein kannst!“
(Anarchis)

Die Welt war noch nie so komplex wie heute, so voll von
Geräuschen, Menschen und Sinneseindrücken. Da ist der
Wunsch vieler Eltern, ihre Kinder bereits im Babyalter auf diese
Welt vorzubereiten, durchaus verständlich. Warum dafür
nicht unbedingt zu teurem Lernspielzeug gegriffen werden sollte und
welche Möglichkeiten des Spiels es für Babys und
Kleinkinder gibt, beschreibt Monika Bauer in ihrem neuen Buch
„Willst du mit mir spielen?“. „Alles, was in der
heutigen Zeit als scheinbar unwichtig in der Entwicklung eines
Babys und Kleinkinds abgetan wird, ist von wirklich entscheidender
Bedeutung für das spätere Leben“, so die Autorin.
„Die Umwelt wird für Kinder begreifbar durch engen
Kontakt, Interaktion, Erprobung und Erfahrung.“
Was ist Spiel?
Spiel sollte um seiner selbst Willen passieren, ohne
äußeren Zwang. Babys erforschen und erobern ihre Umwelt
durch das Spiel, sie setzen sich somit ihrer Umgebung auseinander
und lernen aus ihren täglichen Erfahrungen. Durch Spielen
werden außerdem die Sinne geschult. Um beispielsweise die
Sinnesleistung des Sehens gut entfalten zu können, ist es
wichtig, dem Baby viele Anreize zur optischen Wahrnehmung zu
bieten, ohne es zu überfordern.
Obwohl das Gehör bereits ab dem 5. Schwangerschaftsmonat
relativ gut entwickelt ist, brauchen Kinder für eine
vollständige Ausreifung eine Vielfalt von Tönen,
Geräuschen, Rhythmen und Worten. Auch der Geschmacks- und
Geruchssinn benötigen Anreize, um ausgebildet zu werden.
„In der ersten Babyzeit ist der Mund die primäre
Informationsquelle und der wichtigste Bereich zur Erforschung der
Umwelt“, erklärt Monika Bauer.
Die Entwicklungsphasen
Bis zu einem Alter von etwa 24 Monaten befindet sich das Baby in
der so genannten sensomotorischen Phase. In den ersten vier Monaten
bestimmen vor allem Zufallshandlungen und Beschäftigung
Lebensmonat beginnt das Kind immer mehr, mit seinen
körperlichen Möglichkeiten zu experimentieren. Da es sich
jetzt selbstständig bewegen kann, erweitert es jeden Tag seine
Erfahrungen und Erkenntnisse von der Umwelt.
Auf die sensomotorische Phase folgt mit ungefähr zwei Jahren
die präoperative Phase. In diesem Abschnitt der Entwicklung
beschäftigt sich das Kind vermehrt mit Symbol- und
Parallelspielen, ab Dem vierten Lebensjahrwerden Partner-, Gruppen
und Rollenspiele bevorzugt, die immer realitätsbezogener
werden.
Sinnvolles Spielen bedeutet ein auf den Entwicklungsstand des
Kindes abgestimmtes Spielen. Kinder sollten zwar gefördert,
nicht aber überfordert werden. Das Buch von Monika Bauer geht
auf jede Phase näher ein, erläutert, welche
Spielmaterialien geeignet sind und gibt außerdem Anleitung zu
22 Babyspielen, die einfach nachzumachen sind und die den Eltern
genauso viel Spaß machen, wie den Babys. Es zeigt, dass auch
Materialien des alltäglichen Lebens genügend Anreize zum
Spiel bieten, fernab vom kommerziellen Spielzeugangebot.
Buchtipp:
Willst du mit mir spielen?
Das besondere Baby-Spiele-Buch
Br., ca. 154 Seiten, farbig illustriert
ISBN 978-3-901880-81-0
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