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Wenn Sie Zwillinge erwarten
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Was ist anders bei der Schwangerschaft
und Geburt im Doppelpack? Werdende Zwillingsmütter sehen sich
mit ebenso vielen Fragen wie - oft unbegründeten -
Ängsten konfrontiert.
Eineiig oder zweieiig - ist es wichtig zu wissen, ob
die beiden Sprösslinge aus einem Ei entstanden sind
oder aus zwei ?
Unbedingt. Die meisten Zwillingseltern werden oft genug danach
gefragt, und die eigenen Zwillinge wollen es ja irgendwann auch
einmal wissen. Das Feststellen der Eiigkeit kann aber auch sehr
bedeutend für den Verlauf der Schwangerschaft sein: Eineiige
Zwillinge müssen zum Beispiel besonders gut überwacht
werden, da manchmal Komplikationen auftreten können. In der
modernen Geburtshilfe kann die Eiigkeit mittels Ultraschall
zwischen der 8. und 12. Schwangerschaftswoche ermittelt werden. Der
Ultraschall gibt auch Auskunft darüber, ob ein oder zwei
Mutterkuchen vorhanden sind. Nach der Geburt bieten DNA-Tests
hundertprozentige Sicherheit, wobei die DNA-Proben der
Zwillingsgeschwister miteinander verglichen werden. Dazu
genügt es, eine Speichelprobe mittels Wattestäbchen an
ein entsprechendes Labor zu schicken. Die Kosten liegen derzeit bei
rund 150 bis 300 Euro.
Vorsorgeuntersuchungen für Zwillinge: Worauf ist
zu achten? Hat der Gynäkologe oder die
Gynäkologin einmal per Ultraschall eine
Zwillingsschwangerschaft festgestellt, werden Sie bemerken, dass
doch einiges in der Schwangerschaft anders ablaufen wird als bei
nur einem Kind. Zum Beispiel werden Kontrollen beim Arzt
häufiger und intensiver sein, vor allem, um dem Risiko der
Frühgeburt vorzubeugen. Möglicherweise sind die einen
oder anderen Schwangerschaftsbeschwerden, wie
Übelkeit,Müdigkeit, Verdauungsbeschwerden und
Wassereinlagerung, stärker ausgeprägt. Was für viele
Eltern aber im Vordergrund steht: Werden unsere Babys gesund sein?
Das Risiko für Fehlbildungen der Organe ist bei Zwillingen
etwas höher als bei Einzelkindern. Das muss aber nicht immer
beide Kinder betreffen. Das Down-Syndrom, die häufigste
Chromosomenstörung kommt bei Zwillingen nicht öfter vor
als bei Einlingsschwangerschaften. Viele Geburtskliniken und
Ärzte bieten mittlerweile die spezielle Methode der
Nackenfaltenmessung an, um das Risiko einer
Chromosomenstörung, aber auch Herzfehler schon in der
Frühschwangerschaft zu erkennen. Die Untersuchung findet
zwischen der 11. und 14. Schwangerschaftswoche statt. Der
häufig durchgeführte „Combined Test“ hat bei
Zwillingsschwangerschaften jedoch keine Aussagekraft. Ein
Risikofaktor, der nur bei Zwillingsschwangerschaften auftritt, ist
das sogenannte Fetofetale Tranfusionssyndrom. Es tritt ab der 16.
Schwangerschaftswoche - allerdings nur bei eineiigen Zwillingen auf
— und ist durch eine plötzliche Zunahme des
Bauchumfanges gekennzeichnet. Vereinfacht gesagt entsteht diese
Komplikation dadurch, dass ein Baby zuviel Flüssigkeit
bekommt, das andere jedoch zuwenig. In schweren Fällen ist es
heute jedoch möglich durch Lasertherapie die kommunizierenden
Blutgefäße zu trennen. Oft reicht aber auch eine
engmaschige Kontrolle bis zur Geburt der Kinder aus. Konsequente
vorgeburtliche Untersuchungen können aber auch Komplikationen
bei der Mutter, wie eine Schwangerschaftsvergiftung,
verhindern.
Warum dauert eine Zwillingsschwangerschaft im
allgemeinen kürzer als 40 Wochen?
Der Hauptgrund ist eine Muttermundschwäche aufgrund des
größeren Umfanges und Gewichts durch zwei Babys. Manchmal
werden die Babys auch nicht mehr optimal versorgt und müssen
daher früher geboren werden. Deshalb dauert eine
Zwillingsschwangerschaft im allgemeinen einige Wochen kürzer
als bei Einlingen.
Muss ich bei der Zwillingsgeburt mit einem
Kaiserschnitt rechnen ?
Ob die Geburt per Kaiserschnitt erfolgt, hängt
hauptsächlich von der Lage der Kinder in der Gebärmutter
und von ihrem gesundheitlichen Zustand ab. Sprechen Sie auf jeden
Fall mit Ihrem Arzt/Ärztin darüber, wenn Sie
„normal“ entbinden wollen.
Wo soll ich meine Babys zur Welt bringen ?
Zu einer optimalen Vorbereitung auf die Zwillingsgeburt gehört
auch eine sorgfältige Auswahl der Entbindungsklinik.
Verantwortungsbewusste ÄrztInnen empfehlen daher im Interesse
der werdenden Zwillingseltern eine Klinik mit angeschlossener
neonatologischer Intensivstation (Frühgeborenenstation),
damit sowohl für die neugeborenen Kinder als auch für die
Mutter im Falle von Komplikationen sofort die richtigen
Maßnahmen ergriffen werden können. Auch wenn die Wehen
noch nicht in Abständen zwischen fünf und zehn Minuten
auftreten, sollten Sie lieber rechtzeitig ins Krankenhaus fahren
oder zumindest mit der Hebamme oder Ihrem Arzt telefonieren, was zu
tun ist. Keine Entbindungsklinik wird Sie bei einer bevorstehenden
Zwillingsgeburt zurückweisen, auch wenn Sie vielleicht einen
Tag zu früh ankommen.
Kann man Zwillinge erfolgreich stillen ?
Versuchen sollten Sie es auf jeden Fall. Allerdings sollten Sie
auch rechtzeitig entsprechende Hilfe organisieren. Nur wenn man im
Haushalt völlig entlastet ist, eine Betreuungsmöglichkeit
für ein älteres Geschwisterchen hat und kein Umzug in
Sicht ist, kann sich die Mutter dieser ersten großen
Herausforderung im Zwillingsalltag stellen. Kostengünstige
Unterstützung bieten etwa Hilfsorganisationen wie Caritas,
MUKI oder MOKI an. Verzweifeln Sie aber nicht, wenn es nicht
klappt. Es ist für niemanden gut, wenn Sie zwar stillen, sich
dafür aber am Rande einer Nervenkrise bewegen und sich zu
Lasten Ihrer Gesundheit aufopfern. Nicht das Stillen allein macht
eine gute Mutter-Kind(er)- Beziehung aus. Der goldenen Mittelweg
ist auch hier das Richtige.
Nähere Informationen auf der österreichischen
Plattform für Zwillingseltern:
www.zwillinge.at

Sigrun Rux
Medizinjournalistin,
Zwillingsmutter und
Beraterin für werdende Zwillingseltern
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Wenn Sie Zwillinge erwarten
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Was ist anders bei der Schwangerschaft
und Geburt im Doppelpack? Werdende Zwillingsmütter sehen sich
mit ebenso vielen Fragen wie - oft unbegründeten -
Ängsten konfrontiert.
Eineiig oder zweieiig - ist es wichtig zu wissen, ob
die beiden Sprösslinge aus einem Ei entstanden sind
oder aus zwei ?
Unbedingt. Die meisten Zwillingseltern werden oft genug danach
gefragt, und die eigenen Zwillinge wollen es ja irgendwann auch
einmal wissen. Das Feststellen der Eiigkeit kann aber auch sehr
bedeutend für den Verlauf der Schwangerschaft sein: Eineiige
Zwillinge müssen zum Beispiel besonders gut überwacht
werden, da manchmal Komplikationen auftreten können. In der
modernen Geburtshilfe kann die Eiigkeit mittels Ultraschall
zwischen der 8. und 12. Schwangerschaftswoche ermittelt werden. Der
Ultraschall gibt auch Auskunft darüber, ob ein oder zwei
Mutterkuchen vorhanden sind. Nach der Geburt bieten DNA-Tests
hundertprozentige Sicherheit, wobei die DNA-Proben der
Zwillingsgeschwister miteinander verglichen werden. Dazu
genügt es, eine Speichelprobe mittels Wattestäbchen an
ein entsprechendes Labor zu schicken. Die Kosten liegen derzeit bei
rund 150 bis 300 Euro.
Vorsorgeuntersuchungen für Zwillinge: Worauf ist
zu achten? Hat der Gynäkologe oder die
Gynäkologin einmal per Ultraschall eine
Zwillingsschwangerschaft festgestellt, werden Sie bemerken, dass
doch einiges in der Schwangerschaft anders ablaufen wird als bei
nur einem Kind. Zum Beispiel werden Kontrollen beim Arzt
häufiger und intensiver sein, vor allem, um dem Risiko der
Frühgeburt vorzubeugen. Möglicherweise sind die einen
oder anderen Schwangerschaftsbeschwerden, wie
Übelkeit,Müdigkeit, Verdauungsbeschwerden und
Wassereinlagerung, stärker ausgeprägt. Was für viele
Eltern aber im Vordergrund steht: Werden unsere Babys gesund sein?
Das Risiko für Fehlbildungen der Organe ist bei Zwillingen
etwas höher als bei Einzelkindern. Das muss aber nicht immer
beide Kinder betreffen. Das Down-Syndrom, die häufigste
Chromosomenstörung kommt bei Zwillingen nicht öfter vor
als bei Einlingsschwangerschaften. Viele Geburtskliniken und
Ärzte bieten mittlerweile die spezielle Methode der
Nackenfaltenmessung an, um das Risiko einer
Chromosomenstörung, aber auch Herzfehler schon in der
Frühschwangerschaft zu erkennen. Die Untersuchung findet
zwischen der 11. und 14. Schwangerschaftswoche statt. Der
häufig durchgeführte „Combined Test“ hat bei
Zwillingsschwangerschaften jedoch keine Aussagekraft. Ein
Risikofaktor, der nur bei Zwillingsschwangerschaften auftritt, ist
das sogenannte Fetofetale Tranfusionssyndrom. Es tritt ab der 16.
Schwangerschaftswoche - allerdings nur bei eineiigen Zwillingen auf
— und ist durch eine plötzliche Zunahme des
Bauchumfanges gekennzeichnet. Vereinfacht gesagt entsteht diese
Komplikation dadurch, dass ein Baby zuviel Flüssigkeit
bekommt, das andere jedoch zuwenig. In schweren Fällen ist es
heute jedoch möglich durch Lasertherapie die kommunizierenden
Blutgefäße zu trennen. Oft reicht aber auch eine
engmaschige Kontrolle bis zur Geburt der Kinder aus. Konsequente
vorgeburtliche Untersuchungen können aber auch Komplikationen
bei der Mutter, wie eine Schwangerschaftsvergiftung,
verhindern.
Warum dauert eine Zwillingsschwangerschaft im
allgemeinen kürzer als 40 Wochen?
Der Hauptgrund ist eine Muttermundschwäche aufgrund des
größeren Umfanges und Gewichts durch zwei Babys. Manchmal
werden die Babys auch nicht mehr optimal versorgt und müssen
daher früher geboren werden. Deshalb dauert eine
Zwillingsschwangerschaft im allgemeinen einige Wochen kürzer
als bei Einlingen.
Muss ich bei der Zwillingsgeburt mit einem
Kaiserschnitt rechnen ?
Ob die Geburt per Kaiserschnitt erfolgt, hängt
hauptsächlich von der Lage der Kinder in der Gebärmutter
und von ihrem gesundheitlichen Zustand ab. Sprechen Sie auf jeden
Fall mit Ihrem Arzt/Ärztin darüber, wenn Sie
„normal“ entbinden wollen.
Wo soll ich meine Babys zur Welt bringen ?
Zu einer optimalen Vorbereitung auf die Zwillingsgeburt gehört
auch eine sorgfältige Auswahl der Entbindungsklinik.
Verantwortungsbewusste ÄrztInnen empfehlen daher im Interesse
der werdenden Zwillingseltern eine Klinik mit angeschlossener
neonatologischer Intensivstation (Frühgeborenenstation),
damit sowohl für die neugeborenen Kinder als auch für die
Mutter im Falle von Komplikationen sofort die richtigen
Maßnahmen ergriffen werden können. Auch wenn die Wehen
noch nicht in Abständen zwischen fünf und zehn Minuten
auftreten, sollten Sie lieber rechtzeitig ins Krankenhaus fahren
oder zumindest mit der Hebamme oder Ihrem Arzt telefonieren, was zu
tun ist. Keine Entbindungsklinik wird Sie bei einer bevorstehenden
Zwillingsgeburt zurückweisen, auch wenn Sie vielleicht einen
Tag zu früh ankommen.
Kann man Zwillinge erfolgreich stillen ?
Versuchen sollten Sie es auf jeden Fall. Allerdings sollten Sie
auch rechtzeitig entsprechende Hilfe organisieren. Nur wenn man im
Haushalt völlig entlastet ist, eine Betreuungsmöglichkeit
für ein älteres Geschwisterchen hat und kein Umzug in
Sicht ist, kann sich die Mutter dieser ersten großen
Herausforderung im Zwillingsalltag stellen. Kostengünstige
Unterstützung bieten etwa Hilfsorganisationen wie Caritas,
MUKI oder MOKI an. Verzweifeln Sie aber nicht, wenn es nicht
klappt. Es ist für niemanden gut, wenn Sie zwar stillen, sich
dafür aber am Rande einer Nervenkrise bewegen und sich zu
Lasten Ihrer Gesundheit aufopfern. Nicht das Stillen allein macht
eine gute Mutter-Kind(er)- Beziehung aus. Der goldenen Mittelweg
ist auch hier das Richtige.
Nähere Informationen auf der österreichischen
Plattform für Zwillingseltern:
www.zwillinge.at

Sigrun Rux
Medizinjournalistin,
Zwillingsmutter und
Beraterin für werdende Zwillingseltern
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Was ist anders bei der Schwangerschaft
und Geburt im Doppelpack? Werdende Zwillingsmütter sehen sich
mit ebenso vielen Fragen wie - oft unbegründeten -
Ängsten konfrontiert.
Eineiig oder zweieiig - ist es wichtig zu wissen, ob
die beiden Sprösslinge aus einem Ei entstanden sind
oder aus zwei ?
Unbedingt. Die meisten Zwillingseltern werden oft genug danach
gefragt, und die eigenen Zwillinge wollen es ja irgendwann auch
einmal wissen. Das Feststellen der Eiigkeit kann aber auch sehr
bedeutend für den Verlauf der Schwangerschaft sein: Eineiige
Zwillinge müssen zum Beispiel besonders gut überwacht
werden, da manchmal Komplikationen auftreten können. In der
modernen Geburtshilfe kann die Eiigkeit mittels Ultraschall
zwischen der 8. und 12. Schwangerschaftswoche ermittelt werden. Der
Ultraschall gibt auch Auskunft darüber, ob ein oder zwei
Mutterkuchen vorhanden sind. Nach der Geburt bieten DNA-Tests
hundertprozentige Sicherheit, wobei die DNA-Proben der
Zwillingsgeschwister miteinander verglichen werden. Dazu
genügt es, eine Speichelprobe mittels Wattestäbchen an
ein entsprechendes Labor zu schicken. Die Kosten liegen derzeit bei
rund 150 bis 300 Euro.
Vorsorgeuntersuchungen für Zwillinge: Worauf ist
zu achten? Hat der Gynäkologe oder die
Gynäkologin einmal per Ultraschall eine
Zwillingsschwangerschaft festgestellt, werden Sie bemerken, dass
doch einiges in der Schwangerschaft anders ablaufen wird als bei
nur einem Kind. Zum Beispiel werden Kontrollen beim Arzt
häufiger und intensiver sein, vor allem, um dem Risiko der
Frühgeburt vorzubeugen. Möglicherweise sind die einen
oder anderen Schwangerschaftsbeschwerden, wie
Übelkeit,Müdigkeit, Verdauungsbeschwerden und
Wassereinlagerung, stärker ausgeprägt. Was für viele
Eltern aber im Vordergrund steht: Werden unsere Babys gesund sein?
Das Risiko für Fehlbildungen der Organe ist bei Zwillingen
etwas höher als bei Einzelkindern. Das muss aber nicht immer
beide Kinder betreffen. Das Down-Syndrom, die häufigste
Chromosomenstörung kommt bei Zwillingen nicht öfter vor
als bei Einlingsschwangerschaften. Viele Geburtskliniken und
Ärzte bieten mittlerweile die spezielle Methode der
Nackenfaltenmessung an, um das Risiko einer
Chromosomenstörung, aber auch Herzfehler schon in der
Frühschwangerschaft zu erkennen. Die Untersuchung findet
zwischen der 11. und 14. Schwangerschaftswoche statt. Der
häufig durchgeführte „Combined Test“ hat bei
Zwillingsschwangerschaften jedoch keine Aussagekraft. Ein
Risikofaktor, der nur bei Zwillingsschwangerschaften auftritt, ist
das sogenannte Fetofetale Tranfusionssyndrom. Es tritt ab der 16.
Schwangerschaftswoche - allerdings nur bei eineiigen Zwillingen auf
— und ist durch eine plötzliche Zunahme des
Bauchumfanges gekennzeichnet. Vereinfacht gesagt entsteht diese
Komplikation dadurch, dass ein Baby zuviel Flüssigkeit
bekommt, das andere jedoch zuwenig. In schweren Fällen ist es
heute jedoch möglich durch Lasertherapie die kommunizierenden
Blutgefäße zu trennen. Oft reicht aber auch eine
engmaschige Kontrolle bis zur Geburt der Kinder aus. Konsequente
vorgeburtliche Untersuchungen können aber auch Komplikationen
bei der Mutter, wie eine Schwangerschaftsvergiftung,
verhindern.
Warum dauert eine Zwillingsschwangerschaft im
allgemeinen kürzer als 40 Wochen?
Der Hauptgrund ist eine Muttermundschwäche aufgrund des
größeren Umfanges und Gewichts durch zwei Babys. Manchmal
werden die Babys auch nicht mehr optimal versorgt und müssen
daher früher geboren werden. Deshalb dauert eine
Zwillingsschwangerschaft im allgemeinen einige Wochen kürzer
als bei Einlingen.
Muss ich bei der Zwillingsgeburt mit einem
Kaiserschnitt rechnen ?
Ob die Geburt per Kaiserschnitt erfolgt, hängt
hauptsächlich von der Lage der Kinder in der Gebärmutter
und von ihrem gesundheitlichen Zustand ab. Sprechen Sie auf jeden
Fall mit Ihrem Arzt/Ärztin darüber, wenn Sie
„normal“ entbinden wollen.
Wo soll ich meine Babys zur Welt bringen ?
Zu einer optimalen Vorbereitung auf die Zwillingsgeburt gehört
auch eine sorgfältige Auswahl der Entbindungsklinik.
Verantwortungsbewusste ÄrztInnen empfehlen daher im Interesse
der werdenden Zwillingseltern eine Klinik mit angeschlossener
neonatologischer Intensivstation (Frühgeborenenstation),
damit sowohl für die neugeborenen Kinder als auch für die
Mutter im Falle von Komplikationen sofort die richtigen
Maßnahmen ergriffen werden können. Auch wenn die Wehen
noch nicht in Abständen zwischen fünf und zehn Minuten
auftreten, sollten Sie lieber rechtzeitig ins Krankenhaus fahren
oder zumindest mit der Hebamme oder Ihrem Arzt telefonieren, was zu
tun ist. Keine Entbindungsklinik wird Sie bei einer bevorstehenden
Zwillingsgeburt zurückweisen, auch wenn Sie vielleicht einen
Tag zu früh ankommen.
Kann man Zwillinge erfolgreich stillen ?
Versuchen sollten Sie es auf jeden Fall. Allerdings sollten Sie
auch rechtzeitig entsprechende Hilfe organisieren. Nur wenn man im
Haushalt völlig entlastet ist, eine Betreuungsmöglichkeit
für ein älteres Geschwisterchen hat und kein Umzug in
Sicht ist, kann sich die Mutter dieser ersten großen
Herausforderung im Zwillingsalltag stellen. Kostengünstige
Unterstützung bieten etwa Hilfsorganisationen wie Caritas,
MUKI oder MOKI an. Verzweifeln Sie aber nicht, wenn es nicht
klappt. Es ist für niemanden gut, wenn Sie zwar stillen, sich
dafür aber am Rande einer Nervenkrise bewegen und sich zu
Lasten Ihrer Gesundheit aufopfern. Nicht das Stillen allein macht
eine gute Mutter-Kind(er)- Beziehung aus. Der goldenen Mittelweg
ist auch hier das Richtige.
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