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Mag. pharm. Martin
Peithner
GF der Firma Dr. Peithner KG
Homöopathische Arzneispezialitäten
Was ist Homöopathie?
Die Homöopathie ist eine Reiz- und Regulationstherapie zur
Anregung der körpereigenen Abwehrkräfte. Die
Homöopathie gibt dem Körper die Anregung, sich selbst zu
heilen. Sie fördert die ‚Ausheilung’ der Krankheit
und unterdrückt nicht die Krankheitssymptome. Die Krankheit
wird mit einem Arzneimittel behandelt, das beim Gesunden
ähnliche Symptome wie die der zu behandelnden Krankheit
hervorruft: „Ähnliches werde durch Ähnliches
geheilt“, oder lateinisch:„Similia similibus
curentur“ (man spricht daher auch vom
„Simile-Prinzip“). Die Ausgangsstoffe
homöopathischer Arzneimittel sind meist pflanzlicher,
teilweise auch tierischer oder mineralischer, Herkunft. Sie werden
nach strengen Herstellungsvorschriften verdünnt und
verschüttelt („potenziert“). Eine
homöopathische Arznei ist durch die Angabe der
Potenzierungsart (meist D oder C) und der Anzahl der
Potenzierungsschritte gekennzeichnet. So heißt ein Mittel dann
z.B. „Arnica D4“. Der Vorteil der Homöopathie ist,
dass die Präparate dank der hohen Verdünnung der
Wirkstoffe praktisch frei von unerwünschten Nebenwirkungen
sind. Sie sind daher in höheren Potenzen ganz besonders in der
Geburtshilfe und bei Säuglingen und Kleinkindern
anwendbar.
Wirken homöopathische Arzneimittel
wirklich?
Homöopathische Arzneimittel werden seit über 200 Jahren
in nahezu allen Ländern mit Erfolg eingesetzt. Auch in der
Tiermedizin ist die Homöopathie etabliert. Homöopathische
Medikamente werden aufgrund der Persönlichkeit des Patienten
und aufgrund des individuellen Krankheitsbildes verordnet. Daher
ist das Erstgespräch zwischen Homöopath und Patient sehr
wichtig. Die Befragung, die sogenannte Anamnese ist sehr
ausführlich und die Fragen beziehen sich nicht nur auf die
Beschwerden, sondern auch auf das Umfeld und auf die
Persönlichkeit und Situation des Patienten. So muss z. B bei
sogenannten Dreimonatskoliken genau unterschieden werden, wann die
Koliken auftreten, ob der Bauch hart und druckempfindlich ist, das
Baby dabei schwitzt, die Beine angehockt oder ausgestreckt hat und
vieles mehr um das richtige Einzelmittel zu finden.
Bei welchen Erkrankungen hilft
Homöopathie?
Die Homöopathie ist eine komplementäre Heilmethode mit
mehr als 3.000 sehr wirkungsvollen Arzneien. Generell sollten Sie
jegliche Art von Arzneien nur dann in Selbstmedikation anwenden,
wenn es sich um banale, leichte Erkrankungen handelt (z.B.
Erkältungen, Schnupfen). Im Zweifelsfall sowie bei Fortbestand
der Beschwerden fragen Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker. Ideal
für die Selbstmedikation sind sog. Komplexmittel, d.h. Mittel,
die aus mehreren bewährten Einzelmitteln bestehen. Dadurch
wird ein breites Spektrum an Symptomen und Beschwerden abgedeckt
und es ist möglich, diese Mittel nach medizinischen
Indikationen (z.B. ‚Schnupfen’) einzusetzen.
Einzelmittel hingegen gehören eher in die Hand von Fachleuten,
da allein aufgrund ihrer Vielfalt die richtige Auswahl entsprechend
große Erfahrung voraussetzt.
Können homöopathische
Arzneimittel bei Schwangerschaft und Geburt eingesetzt
werden?
Während der Schwangerschaft und Stillzeit gilt für die
werdende Mutter neben allgemeinen gesundheitsfördernden
Maßnahmen wie z.B. vitamin- und ballaststoffreiche
Ernährung, Verzicht auf Alkohol und Nikotin, viel Bewegung an
der frischen Luft etc. so wenig Arzneimittel wie möglich
einzunehmen. Aber nur die wenigsten Schwangeren sind in dieser Zeit
krankheits- und beschwerdefrei. Bei notwendiger medikamentöser
Behandlung der Mutter in der Schwangerschaft und Stillzeit sind die
meisten Medikamente placentagängig d.h. das Kind wird
zwangsläufig mitbehandelt. Auch während der Stillzeit
kann sich die Weitergabe von medikamentösen Wirksubstanzen an
das Neugeborene über die Muttermilch fortsetzen. Hier eignen
sich daher hervorragend homöopathische Arzneien, die dank
ihrer hohen Verdünnung praktisch frei von Nebenwirkungen sind
und so dem Fötus, Neugeborenen und Säugling nicht
schaden.
Wieso sind homöopathische Arzneimittel auch
für Kinder besonders gut geeignet?
Kinder verfügen aufgrund ihres geringen Alters in der Regel
noch über ein wesentlich unbelastetes, intaktes Immunsystem.
Dadurch sprechen Kinder auf homöopathische Arzneimittel
besonders gut an. Einerseits ist der Organismus der Kinder, bedingt
durch die noch fehlenden Belastungen durch Umweltgifte,
Fehlernährung und Arzneimittelkonsum (Antibiotika, Cortison
etc.) noch sehr reaktionsfähig. Andererseits muss das
kindliche Immunsystem erst lernen, mit den Belastungen der Umwelt
fertig zu werden. Daher ist es besser, die
Selbstheilungskräfte anzuregen statt Symptome zu
unterdrücken und den Körper zusätzlich zu
belasten.
So hilft die Homöopathie
Schwangerschaft: Bei Schwangerschaftserbrechen,
ständiger Übelkeit, krampfhaftem Erbrechen, krampfhafter Verstopfung,
stimulierende Wirkung bei allgemeiner Schwäche.
Geburtsvorbereitung: ab der 36. SSW (vier Wochen vor
Einsetzen der Senkwehen). Zur Durchblutungssteigerung im kleinen
Becken und Entspannung der Muskulatur, dadurch wird der Muttermund
weicher.
Geburt: Zur Geburtserleichterung durch eine entspannende
Wirkung auf den Muttermund bei gleichzeitiger Förderung der
Wehentätigkeit. Erfahrungsgemäß wird die Therapie in
30-minütigen Intervallen, verabreicht. Mit dieser Behandlung
kann eine Verkürzung der Geburtsdauer um durchschnittlich zwei
Stunden erreicht werden.
Wochenbett: Fördert die Rückbildung des Uterus
und hilft bei Irritationen bedingt durch Dammeinrisse.
Stillen: Bei Ausbleiben des Milcheinschusses bzw.
Förderung der Milchproduktion und dem häufigen Problem
Milchstau.
Neugeborene, Babys und Kleinkinder: Auch die Behandlung
von Babys und Kleinkindern erfordert ganz besondere Sorgfalt
— schon allein deshalb, weil viele Körperfunktionen beim
Kind noch nicht voll ausgebildet sind. Homöopathie hilft bei
Fieber, grippalen Infekten, Blähungen, Zahnungsbeschwerden,
Juckreiz der Haut, Verletzungen und Entzündungen.
Homöopathie ist Teil der Medizin und eine Heilmethode mit sehr
wirkungsvollen Arzneien, die in die Hand von Personen gehört,
die mit ihr umzugehen wissen. Es empfiehlt sich daher auch bei der
Selbstanwendung mit einem homöopathisch tätigen Arzt in
Kontakt zu stehen und die Vorgangsweise mit ihm abzustimmen. Die
Broschüren
„Homöopathie — Einführung“,
„Homöopathie für Kinder“,
„Homöopathie für Frauen“ können Sie
kostenlos anfordern: Dr. Peithner KG nunmehr GmbH & Co, Fax
01/616 26 44-97, e-mail: marketing@peithner.at
Homöopathieambulanz für Kinder und
Jugendliche an der Kinderklinik Glanzing im
Wilhelminenspital
Seit April 2004 gibt es an der Kinderklinik Glanzing im
Wilhelminenspital eine Homöopathieambulanz für Kinder und
Jugendliche. Leiter der Ambulanz ist Dr. Hannes Riedl,
Assistenzarzt an der Abteilung und Inhaber des ÖÄK
Diploms für Homöopathie. Diese Ambulanz bietet den
Patienten eine kompetente komplementärmedizinische Behandlung
auf Krankenschein, im Rahmen einer modernen Fachabteilung,
eingebettet in die Infrastruktur eines öffentlichen
Schwerpunktkrankenhauses. Sie findet ein Mal pro Woche an
Nachmittagen statt, für Erstgespräche werden Termine von
60 bis 90 Minuten vergeben. Kontrollen finden je nach Vereinbarung
nach ca. 4-6 Wochen statt. Behandlungen werden nach vorheriger
telefonischer Vereinbarung durchgeführt, die Patienten
benötigen eine gültige Überweisung vom Kinder- bzw.
Hausarzt.
Die Anmeldung erfolgt über die Früh- und
Neugeborenenambulanz
(Tel.: 01/49150-2938).
Die häufigsten Indikationen für eine
homöopathische Behandlung sind:
Häufige wiederkehrende Infektionen im HNO Bereich sowie
respiratorische Infektionen,
Unruhezustände
Koliken bei Säuglingen
Begleitende Behandlung von ehemaligen Frühgeborenen
Hauterkrankungen
Allergien
Psychosomatische Erkrankungen
Bis Ende März 2006 wurden insgesamt 75 Patienten behandelt.
Beim Gesundheitspreis der Stadt Wien 2005 wurde das Projekt in der
Kategorie „ambulant“ mit dem ersten Preis
ausgezeichnet.
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