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Ingeborg Stadelmann
Hebamme mit langjähriger homöopathischer Erfahrung,
Aromaexpertin
Zweite Vorsitzende von Forum Essenzia e.V.
Babyhaut Ein Neugeborenes kommt mit einer gesunden,
allerdings empfindlichen Haut auf die Welt, die fast fünfmal
dünner als bei uns Erwachsenen ist. Es war viele Wochen nur
von Wasser umgeben, eingehüllt in Käseschmiere, und
erlebt jetzt zum ersten Mal Luft, Textilien und Pflegemittel. Eine
trockene Haut ist physiologisch fast vorprogrammiert, da durch die
dünne Hornschicht der Neugeborenen vermehrt Wasser aus den
unteren Hautschichten verdunstet. Zudem ist das Fettgewebe der
Unterhaut noch nicht voll entwickelt und die Talgdrüsen
produzieren kaum Fett. Deshalb sind Babys auch sehr
kälteempfindlich.
Babyhautpflege mit hochwertigen Natursubstanzen
Regelmäßiges Einölen des Kindes ist fast wichtiger
als häufiges Waschen oder Baden. Allerdings wirkt das Eintauchen in warmes Wasser
äußerst entspannend und wohltuend auf das Kind. Ein
Babybad ohne chemische Zusätze und eine anschließende
Massage mit einem nativen fetten Pflanzenöl fördern zudem
die Hautfunktion und Durchblutung. Baden sowie Hautpflege
müssen in den ersten zwölf Lebenswochen immer in einem
warmen Raum (25°C) durchgeführt werden, um ein
Auskühlen des Kindes zu vermeiden, das Waschen sogar besser
immer unter der Wärmelampe. Ihre Hebamme gibt Ihnen
Anleitungen und Tipps zur Hautpflege Ihres Kindes. Sie zeigt Ihnen
auch, wie Sie Ihr Baby mit einer Wasser-Öl-Massage
verwöhnen können: Massieren Sie entweder den vom Baden
noch nassen Körper des Babys oder tauchen Sie Ihre Hände
zuerst in heißes Wasser, geben dann das Öl in Ihre
Hände und massieren das Kind mit dem so verwässerten
Öl. Die Babymassage muss zügig und einfühlsam
geschehen, denn die Hautoberfläche ist durch Luft- und
Kleidungskontakt sowie durch Wasserverlust gespannt und
empfindlich. Außerdem könnte, sobald das Wasser zu kalt
ist, die Körpertemperatur des Kindes durch die relativ
große Menge Flüssigkeit schnell absinken. Deshalb
müssen Sie die Massage immer unter der Wärmelampe
ausführen! Bei den Babypflegeprodukten muss darauf geachtet
werden, dass es sich um hochwertige, naturreine, native
Pflanzenöle, möglichst aus kontrolliert biologischem
Anbau, handelt, wie z.B. die Original Aromamischungen. So bleibt
zum einen der hohe Anteil ungesättigter Fettsäuren
erhalten und zum anderen gelangen keine belastenden
Rückstände auf die Haut und in den Organismus. Native
Pflanzenöle unterstützen außerdem den Stoffwechsel.
Da die empfindliche Babyhaut sehr durchlässig ist, dürfen
auch nur geringe Anteile ätherischer Öle in einem
Pflegeprodukt enthalten sein. Deshalb duften die Original
Aromamischungen nur zart. Zudem kann ein solches Naturprodukt
gänzlich verstoffwechselt werden, was bei herkömmlichen
Industrieprodukten, die zum großen Teil auf
Mineralölbasis und mit synthetischen oder isolierten
Duftstoffen hergestellt werden, nicht der Fall ist. Lassen Sie sich
bei der Wahl der folgenden Babyöle von der Duftbeschreibung
leiten. Achten Sie darauf, diese naturbelassenen, hochwertigen
Produkte sparsam anzuwenden und die Öle immer ganz
einzumassieren. Meine Erfahrung hat mir gezeigt, dass Kinder, die
mit aromatherapeutischen Produkten gepflegt werden, seltener wund
sind und ihre gesunde Babyhaut erhalten bleibt.
Babyöl angegriffene Haut
Pflegeöl mit einem leicht herb-blumigen Duft für Babys,
die mit gereizter Haut oder Unruhe reagieren.
Babyöl empfindliche Haut
Der zarte Rosenduft des Pflege- und Massageöls stärkt die
Mutter- Kind-Bindung und wirkt hamonisierend.
Babyöl pflegend Das Hautpflegeöl mit
seinem süßen, vanilligen Duft pflegt, entspannt und ist
Balsam für die von Phototherapie oder Inkubator strapazierte
Haut des Neugeborenen.
Baby-Pflegecreme
Ein Hauch Rosenduft prägt die Creme auf Sheabutterbasis, die
zur Gesichts- und Windelpflege, aber auch zur Körperflege der
Babyhaut geeignet ist. Eine sparsame Anwendung einmal täglich
ist ausreichend. Bei leicht angerauter Haut an den Oberarmen und
Oberschenkeln regelmäßig auftragen, dann wird die Haut
wieder geschmeidig.
Baby-Windel-Balsam Der Duft von Thymian pflegt und
schützt die Babyhaut insbesondere vor einem Candidapilz oder
nach dessen Behandlung. Der Balsam ist bei empfindlicher Popohaut
optimal zur Windelpflege. Bei jedem Windelwechsel sparsam anwenden.
Zur Vorbeugung genügt einmal täglich.
Pflegetipp für extrem trockene Babyhaut: Geben
Sie zu einem Babyöl aus nativem Pflanzenöl, z.B. eines
der Original Aromamischungen, noch ein Drittel Rosenhydrolat. Diese
Emulsion muss vor jedem Gebrauch geschüttelt werden. Um
Verunreinigungen zu vermeiden, benutzen Sie einen
Fettölsprühaufsatz.
Pflegetipp bei Neugeborenenakne: Die
Neugeborenenakne kann bereits in den ersten Lebenstagen auftreten.
Die Haut ist dann mit gelben Pickelchen übersät, mal nur
an Bauch oder Rücken, mal mehr im Gesicht. Ein massiver
Ausschlag kann sogar mit Bläschenbildung einhergehen. Ursache
ist eine hormonelle Umstellung. Als Behandlungsgrundsatz gilt:
Weniger ist mehr. Manchmal tritt die Neugeborenenakne (auch
Neugeborenenexanthem genannt) erst nach Wochen auf. Hier empfehle
ich bei auffälligen Hauterscheinungen die
Cistrosenpflegeserie:
Cistrosenöl für Kinder
Das Öl ein- bis zweimal täglich auf die vorher mit Rosen-
oder Melissenhydrolat befeuchtete Haut auftragen. Oder eine
Schüttel-Emulsion mit 1/3 Hydrolat zubereiten. 1TL des
Öls mit einem TL Honig vermischen und ins Badewasser geben.
Auch die Zugabe von 150—300g Totes-Meer-Salz ist
empfehlenswert.
Cistrosenbad Das Kind eine Woche lang täglich
einmal darin baden. Dazu 2TL bis 1EL mit 150—300g
Totes-Meer-Salz ergänzen und ins Badewasser geben.
Anschließend die Haut gut abduschen, dies kann auch mit einem
Becher kühlem Wasser geschehen, was eine stärkende
Wirkung auf die Haut hat.
Cistrosencreme für Kinder und Erwachsene
Die Creme ein- bis zweimal täglich auf die vorher mit Rosen-
oder Melissenhydrolat befeuchtete Haut dünn auftragen und
sanft einstreichen.
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