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Ist ein Baby unterwegs, so haben Sie neun Monate lang zeit, um alle
möglichen schönen Pläne für das Babyzimmer
auszuhecken. Die Zeiten, in denen lediglich Blau für Jungen
und Rosa für Mädchen akzeptabel waren, sind vorbei. Doch
angesichts der unendlich vielen Möglichkeiten fällt die
Entscheidung heute umso schwerer. Sie können natürlich
die Einrichtung auf die Zeit nach der Geburt verschieben.
Neugeborenen verbringen häufig die ersten Wochen im
Elternschlafzimmer, so dass sich genügend Gelegenheit bietet,
das Zimmer mit Blick auf das Geschlecht und die Persönlichkeit
des kleinen Erdenbürgers erst allmählich Schritt für
Schritt einzurichten.
Es macht Spaß, ein Babyzimmer zu gestalten. Und angesichts der
großen Auswahl an Wandfarben, Bordüren und aufeinander
abgestimmten Tapeten ist es leicht, ein hübsches Dekor
zusammen zu stellen, das nicht allzu teuer ist. Vergessen Sie
jedoch eines nicht — ein Baby bleibt nur für eine kurze
Zeitspanne klein. Wenn Sie nicht ständig das ganze Zimmer
umdekorieren möchten, sollten Sei von Anfang an darauf achten,
dass die Einrichtung mit dem Kind mitwachsen kann.
Textilien
Das Zimmer eines Säuglings ist der Ort, wo er schläft und
vielleicht auch gefüttert wird. Verfügen die Fenster
über keine Jalousien, so wählen Sie Vorhänge oder
Rollos, die möglichst lichtundurchlässig sind, oder
hinterfüttern Sie diese mit einem Verdunklungsstoff, den Sie
beim Raumausstatter erhalten. Wählen Sie maschinenwaschbare,
trocknergeeignete Gardinen und Bettbezüge und kaufen Sie
möglichst gleich mehrere Bettwäsche-Garnituren.
Möbel und Stauraum
Möbel in Kindergröße sehen drollig aus, sind jedoch
nicht unbedingt praktisch. Treffen Sie daher eine vernünftige
Wahl. Soll Ihr Baby im Zimmer auch gestillt werden, so
benötigen Sie eine bequeme Sitzmöglichkeit. Vor dem Kauf
sollten Sei unbedingt Probe sitzen. Für viele Mütter ist
das Stillen eine recht langwierige Angelegenheit. Achten Sei daher
auf eine bequeme Auflagemöglichkeit für die Arme, damit
Sie nicht die ganze Zeit das volle Gewicht des Babys halten
müssen. Außerdem sollten Sie eine Wickelmöglichkeit
einplanen. Eine einfache Wickelauflage lässt sich bei Bedarf
auf dem Boden ausbreiten. Eine Wickelkommode ist dagegen ein
Wäscheschrank mit drei erhöhten Kanten, welche das Baby
am Herunterrollen hindern, und einer gepolsterten Auflage. Die
Wickelkommode schont den Rücken, beansprucht allerdings im
kleinen Zimmer wertvollen Raum. Babys brauchen Sachen, und zwar in
unglaublichen Mengen, deshalb sollten Sie reichlich Stauraum in
Form von Regalen, Schränken, Schubladen, Knopfleisten und
Kästen mit Rollen schaffen. Hübsch anzusehende Dinge
können Sie an Hakenleisten oder oben an den Kleiderschrank
hängen; weniger attraktive Notwendigkeiten wie etwa Windeln
versteckt man diskret hinter Türen. Lackierte und abwaschbare
Oberflächen sind am einfachsten sauber zu halten. Dies ist
vielleicht die Gelegenheit, einem alten Schrank oder einer Kommode
zu einem neuen Outfit zu verhelfen. Das Bettchen ist ein
unverzichtbares Möbelstück. Vielleicht haben Sie
Glück und können eines leihen, müssen es nur einmal
gründlich abschrubben oder überlackieren und mit einer
neuen Matratze versehen. Müssen Sie eins kaufen, so tun Sie
die mit Bedacht. Viele Babybetten haben heute abnehmbare Seiten und
lassen sich in ein Juniorbett umwandeln.
Für sehr kleine Kinder muss man im Allgemeinen nur wenige
Dinge auf Kleiderbügel hängen. Es genügt
häufige eine Kommode und dazu eine Knopfleiste zum
Aufhängen für das eine oder andere Kleidungsstück.
Sie benötigen reichlich Stauraum in Greifhöhe für
die Babysachen und dazu weitere leicht zugängliche
Ablagemöglichkeiten, um sich die Babypflege so gut es geht zu
erleichtern.
Bodenbeläge
Das Babyzimmer sollte einen praktischen, strapazierfähigen
warmen und leicht zu reinigenden Bodenbelag haben.
Grundsätzlich gibt es zur Auswahl Holz-, Laminat- und
Teppichböden die alle ihre Vorteile haben. Sollten Sie jedoch
ein allergiegefährdetes Kind haben, vermeiden Sie das Verlegen
eines Teppichbodens.
Beleuchtung
Die Beleuchtung ist der am häufigsten ignorierte Aspekt der
Inneneinrichtung, obgleich sie die Wirkung eines Raums vollkommen
verändern kann. Das Babyzimmer benötigt zweierlei
Lichtquellen: helles Deckenlicht für Versorgung und Spiel und
warmes, gedämpftes Licht für die Kuschel-, Still- und
Schlafenszeiten.
Wände
Angesichts der vielen schönen Tapeten und Bordüren und
täglich neuer Wandfarben haben Sie heute wirklich die Qual der
Wahl. manche Hersteller bieten eine Palette aufeinander
abgestimmter Tapeten, Bordüren und Gardinen an. Damit Ihr
frisch dekoriertes Zimmer lange frisch dekoriert wirkt, verwenden
Sie nach Möglichkeit abwaschbare Tapeten und Farbe. Seien Sie
auf Unfälle, Pfützen und Tränen vorbereitet und
bewahren Sie Farb- und Tapetenreste für spätere
Ausbesserungen auf.
CHECKLISTE
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Bequemer Sessel zum Stillen
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Gitterbettchen, evtl. zum Umbauen
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Haken oder Knopfleisten
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Helle, unempfindliche Farben und Tapeten
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Lackierte oder abwaschbare Oberflächen
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Schubladen und Schrankraum für Babys Kleidung und
Krimskrams
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Strapazierfähiger, warmer Bodenbelag
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Verdunklungsvorhänge oder —rollos
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Waschmaschinen- und trocknergeeignetes Bettzeug
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Wickeltisch
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Zweierlei Beleuchtung

Kinderparadiese zu Hause
Verlag Kosmos
ISBN-13:
978-3-440-10820-8
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